Dr. med. C. Albrecht, Praxis für klassische Homöopathie und Akupunktur

Es gibt zweifelsohne gute Erfolge in der Medizin, speziell in der Chirurgie und Kardiologie. Ich habe in den 10 Jahren Hausarztpraxis jedoch auch eine sehr große Zahl von Patienten erlebt, deren chronisches Leiden nicht zu bessern war.

Einigen davon kann mit Homöopathie geholfen werden. Speziell dann, wenn noch keine schweren Gewebeveränderungen vorliegen oder der Körper noch gut reagieren kann.

Kinder reagieren fast immer gut auf diese sanfte Methode, Erwachsene mit weitgehend funktionellen Erkrankungen sind ebenfalls gut geeignet.  Schwieriger wird es nach jahrelangen Cortisontherapien, bei Krebserkrankungen oder schwerem Bluthochdruck. Aber auch hier gibt es doch immer wieder erstaunliche Besserungen.


Entwicklung der Homöopathie

Der deutsche Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843) hat die Homöopathie entwickelt. In einem Selbstversuch um 1790 fand er heraus, dass
er ähnliche Krankheitssymptome wie beim Wechselfieber bekam, wenn er Chinarinde zu sich nahm. Es zeigte sich, dass er mit Chinarinde an Wechselfieber erkrankten Menschen Heilung verschaffen konnte. In der Folge prüfte er zahlreiche weitere Arzneistoffe an sich selbst und stellte eine Sammlung ihrer Symptome auf.
1810 veröffentlichte er das Organon der Heilkunde, eine Art Anleitung, wie man seine Heilkunde zu praktizieren habe. Er überarbeitete dieses Konzept mehrmals, zuletzt als 6. Auflage (1842), die jedoch erst 1921 veröffentlicht wurde. Die letzten beiden Auflagen bilden die Grundlage für die Klassische Homöopathie.
In der Homöopathie soll also Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden.
Natürlich hat sich die Homöopathie in den Jahren weiterentwickelt. Zum Beispiel haben  Constantin Hering (1800 - 1880) und James Tayler Kent  (1849 - 1916) wesentlich dazu beigetragen. In den letzten Jahrzehnten hat der Grieche George Vithoulkas, der den alternativen Nobelpreis bekommen hat, wesentlichen Einfluss gehabt. Bekannte neuzeitliche Homöopathen sind u.a. Rajan Sankaran und Massimo Mangialavori.


Wie erfolgt eine homöopathische Behandlung?

In einem Vorgespräch klären wir, welche Erwartungen der Patient hat und ob er oder sie für die Methode geeignet ist.

Beim Anamnesegespräch, das meist 1-2 h dauert, werden alle Symptome und Besonderheiten der Erkrankung gesammelt. Dann muss der homöopathische Arzt ein Arzneimittel finden, das zu den Besonderheiten der Erkrankung des Patienten passt. Dabei werden auch charakterliche Eigenschaften des Patienten und mögliche Ursachen der Erkrankungen mit berücksichtigt.

Das dann gegebene homöopathische Mittel kann zu einer meist kurzen Erstverschlimmerung führen, die eigentlich ein gutes Zeichen ist.  Im Idealfall bilden sich die Krankheitssymptome langsam zurück. Oft muss man eine bestehende Medikation erst  einmal beibehalten und darf die Einnahme von Tabletten nur langsam reduzieren. Akut auftretende Erkrankungen sollten ebenfalls homöopathisch abgefangen werden. Mit der Zeit wird der Patient stabiler, chronische Erkrankungen mildern sich ab oder verschwinden, es treten nur noch ab und zu akute Erkrankungen auf.

Durchaus oft ein steiniger Weg für Patient und Arzt!


Erstattung von Homöopathie durch die Krankenkassen

Seit 2005 gibt es die IV-Verträge zur Erstattung der homöopathischen Anamnesen für Versichterte vieler BKKs und der Techniker Krankenkasse sowie der BARMER Ersatzkasse. Ob Ihre Kasse an den IV-Verträgen teilnimmt erfahren sie auf der Webseite des deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte.

Private Kassen erstatten fast immer die klassisch-homöopathische Behandlung durch einen dafür ausgebideten, niedergelassenen Arzt.


Buchtipps für Einsteiger:

Christoph Trapp, Homöopathie besser verstehen, Haug-Verlag, Stuttgart 2003, 156 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 3-8304-2096-X

Georgos Vithoulkas, Medizin der Zukunft, Georg Wenderoth Verlag, Kassel, 205 Seiten, 12. Auflage, 1994, ISBN 3-87013-009-1